MÖBELKONSTRUKTION. DESIGNTHEORIE. PRODUKTDESIGN. MÖBELDESIGN. AUSSTELLUNGSDESIGN.

 

Angenommen, als Innenarchitekt bekommt man neben dem Innenausbau auch den Auftrag zur Ausstattung der Räume, so kann man auf geeignete Produkte, Möbel und Leuchten aus den Kollektionen verschiedener Hersteller zurückgreifen, diese in die eigene Planung mit einbeziehen und sie seinem Kunden beratend empfehlen. Eine Befähigung zu Entscheidungsprozessen nach funktionalen, ästhetischen und semiotischen Kriterien wird den Studierenden hierzu im Fachgebiet Design- und Planungstheorie vermittelt.

 

Der Innenarchitekt kann aber auch im Hinblick auf wahre Einheit von Raum und Ausstattung die Einrichtungsgegenstände zusätzlich und ganzheitlich zum raumbildenden Ausbau nach eigener Vorstellung und entsprechend den Bedürfnissen des Auftraggebers selbst entwerfen. Die Lehrgebiete Möbel und Objekt sowie Möbeldesign sind im Grundstudium ausgerichtet auf die individuelle und die auf den speziellen Kontext bezogene Gestaltung von Interior-Produkten, Möbeln und Leuchten.

 

Möglicherweise entsteht [oder bestand] bei dem Innenarchitekten auch ein ausgeprägtes Interesse an der Verbreitung seines Designs über den individuellen Einsatzort hinaus in Richtung eines vielseitig oder universell verwendbaren Produktes. Diese Möbel- und Beleuchtungssysteme werden in einem umfassenden und realitätsnahen Entwurfsprozess für industrielle Fertigungsmethoden entwickelt. Im Hauptstudium bietet sich für die Studierenden die Möglichkeit einer solchen Vertiefung im Fachgebiet Entwerfen.

 

Angenommen, der Innenarchitekt entfaltet sich während seines Studiums bereits intensiv in diesen Fachgebieten, so kann er diese Spezialisierung als Möbel- oder Industriedesigner zu einem Schwerpunkt seiner [dann vor allem auch internationalen] Berufstätigkeit machen.

 

 

SEMINAR

 

In den Design-Kursen des Grundstudiums erhalten die Studierenden einen Einblick in konzeptuelles Entwerfen und theoretische Themen zum Verständnis von Design: Designgeschichte, Methodologie und Entwurfsprozess, Semiotik, Phänomenologie, Hermeneutik, Kontext.

 

Das erste Jahr behandelt Produkt- und Möbeldesign als integrierenden Entwurfsprozess mit Erkenntnissen aus den Lehrgebieten Designtheorie und Möbelkonstruktion. Hierbei werden Interiorprodukte, Leuchten sowie Möbel und Möbelsysteme entlang stetig komplexer werdenden Projekten und begleitenden Übungsaufgaben entworfen, während gleichzeitig über soziale, kulturelle, ästhetische, funktionale und produktionstechnische Belange diskutiert wird. Die Studierenden erlernen das Arbeiten mit realen und virtuellen Modellen, Mock-Ups und Prototypen. Hierzu stehen sehr gut ausgerüstete Holz-, Metall- und Kunststoffwerkstätten zur Verfügung.

 

Im Hauptstudium können die Studierenden vertiefende Möbelprojekte im Sinne des Industriedesigns mit aktuellen und realistischen Aufgabenstellungen bearbeiten. Hierfür sind in loser Folge Kooperationen mit Projektpartnern vorgesehen. Spezialisierungen von industriellen und kommerziellen Aufgabenstellungen werden auch auf Designs für Shops, Events, Ausstellungen und Messestände ausgeweitet.